Das lange Warten auf die dringend benötigten Zuschüsse

FC Gundelfingen darf 2012 auf benötigte Staatsmittel hoffen
(Bericht von der 23. ordentlichen Delegiertenversammlung des FCG)

“Dass hier viel Arbeit und viel Geld drinstecken”, wurde nicht nur Gundelfingens Bürgermeister Franz Kukla bewusst, als er die Berichte bei der 23. ordentlichen Delegiertenversammlung des FC Gundelfingen aufmerksam verfolgt hatte. Insbesondere das Thema Finanzen wurde vertieft, denn die verzögerte Auszahlung der Staatsmittel hat negative Auswirkungen auf die Liquidität des Vereins. Doch das könnte sich bald ändern: “Der Freistaat ist gewillt, die Fördermittel anzuheben”, so der stellvertretende BLSV-Kreisvorsitzende Günter Wirth.”

Delegiertenversammlung des FC Gundelfingen, Ehrende und Geehrte (von links) Vorsitzender Viktor Merenda, Anton Baumgärtner, Hubert Jüttner, Sven Wager, Georg Schuster, Josef Eberl, Anton Feiler, Wolfgang Marek

 

Er selbst wisse, dass es ein Unding ist, wenn Klubs sechs bis sieben Jahre auf die Zuschüsse warten. “Die Vereine brauchen Planungssicherheit”, so Wirth. Aussagen, die auch FCG-Vorsitzender Viktor Merenda begrüßte, der nun hofft, dass in 2012 die nach den umfangreichen Sanierungsmaßnahmen der letzten Jahre dringend benötigten Mittel fließen und damit der finanzielle Handlungsspielraum wieder größer wird. Denn auf dem Papier musste Merenda für das Jahr 2010 bei einem Haushaltsvolumen von fast 608.000 Euro einen Verlust von mehr als 168.000 Euro vermelden. “Tatsächlich waren es aber rund 31.500 Euro”, relativierte der Vorsitzende schnell und führte aus, dass insbesondere Abschreibungen zu diesem nominell hohen Wert geführt haben. Außerdem verwies Merenda darauf, dass durch die Installation der Photovoltaik-Anlage eine wichtige Einnahmequelle hinzugewonnen werden konnte. Kassenrevisor Helmut Lindenthal bescheinigte den Grün-Weißen eine ordnungsgemäße Buchführung, worauf die 56 stimmberechtigten Delegierten den Vorstand einstimmig entlasteten. Ebenso einstimmig wurde der Haushalt für 2011 verabschiedet, der ein Minus von 22.620 Euro vorsieht.

Sportlich ist beim FC Gundelfingen vieles im Lot, wie Merenda in seinem Bericht über die 14 Abteilungen ausführen konnte. Wobei deutlich wurde, dass der FCG nicht nur aus den erfolgreichen Fußballern besteht, sondern auch andere Sparten wie Tischtennis, Tennis oder Tanzsport enorm viel leisten. Durch Bereinigungen war die Mitgliederzahl zwar leicht auf 1155 gesunken, davon sind knapp ein Drittel Kinder und Jugendliche.

Nicht vergessen wollte Merenda die vielen Helfer im Verein und die Sponsoren, während der stellvertretende Vorsitzende Wolfgang Stricker die Arbeit von Merenda hervorhob und seinen Einsatz schon als “Fulltime-Job” bezeichnete. Wofür der Vorsitzende als Dank viel Beifall erntete. Gleichzeitig stellte Merenda aber wieder die Mitglieder in den Mittelpunkt, die sich durch langjährige Vereinstreue auszeichneten. Geehrt wurden Anton Baumgärtner, Reinhold Franzke, Günter Gebhardt, Katrin Lorenz, Inge Machat, Wolfgang Marek, Julia Mitterer, Rolf Ruck, Antonia Wagenhuber, Sven Wager, Anita Zähnle (für 25-jährige Mitgliedschaft), Anton Feiler, Johann Fischer, Martha Nußbaum, Heribert Schuh (für 40 Jahre) sowie Josef Eberl, Dr. Fritz Gartner, Hubert Jüttner, Georg Schuster und Edmund Zimmermann (für 50 Jahre). Gedacht wurde auch der Verstorbenen. So verlor der FCG mit Anton Plappert und Edi Pfab zwei Ehrenmitglieder, außerdem wurde an Karl Brugger, Lothar Winkler und Adolf Quitt erinnert.